Als die Piraten Ihre Basisdemokratie verloren

Basisdemokratie beginnt – wie man vermutet – an der Basis. Dort reifen Meinungen und Ideen, welche dann – gepusht durch dubiose Kanäle – von eben dieser Basis abgesegnet oder verworfen werden können. Dieser Vorgang funktioniert nur solange richtig gut, bis die Basis es nicht schafft sich von Mehrheitsmeinungen zu emanzipieren und nicht mehr über den Tellerrand blicken kann.

Genau das passiert gerade. Mit der unsäglichen, medial gezüchteten Debatte über Rechtsextremismus in der Piratenpartei wird der Basis eine Meinung vorgeschoben, welche Sie zu akzeptieren hat um im politischen Alltagsbetrieb in Deutschland mitspielen zu dürfen. Dabei ist das Thema gar nicht neu und eigentlich auch gar kein Piratenthema. Sicher gibt es eine Gefahr, durch dubiose Personen (s. Link oben) unterwandert zu werden. Allerdings gibt es diese Gefahr nur, wenn die Basis keinen unabhängigen Konsens finden kann. Das ist eine erstaunliche Methodik. Erst wird den Piraten erzählt, sie hätten ein Rechtsextremismusproblem, dann glauben die Piraten auch noch daran, distanzieren sich davon und bekommen in Zukunft doch nur wieder Probleme mit diesem Thema. Hat man sich erst einmal an einer Stelle gekratzt, fällt es schwer, damit aufzuhören.

Den Piraten ist dringend zu empfehlen sich auf Ihre Stärken zu besinnen und Basisdemokratie vorzuleben. Dazu gehört auch, sich der medialen Schlacht zu entziehen und kein weiteres Öl in Form von Entschuldigungsschreiben oder Bekennerbriefen ins Feuer zu gießen. Die Debatte darf auf keinen Fall innerhalb der Medien stattfinden oder von dort gelenkt werden.

Advertisements